Lebenszeit e.V. lädt zu nächsten Gesprächsabend

Loslassen, verabschieden und erinnern ?

Wann ist es Zeit loszulassen, was verbinden wir damit und wie kann uns der Alltag helfen bei diesem Vorgang in unserem Leben. Vieles aus unserem Alltag kann in diesem Abschnitt zur Hilfe werden, dennoch müssen wir es selbst erleben. Seien es Kerzen oder Fotos, die ein bewusstes Erinnern möglich machen und dafür sorgen, dass ein Verstorbener nicht einfach aus unserem Leben verschwindet. Abschied von einem Schwerstkranken oder Toten zu nehmen, bedeutet einen Weg zu finden, dem oder der lieben Person einen Platz im eigenen Leben zu geben. Sich verabschieden bedeutet auch, weiterleben, die Balance zwischen Erinnerung und Kraft für Neues zu finden. Den Verstorbenen gehen zu lassen, ohne ihn oder sie aus dem eigenen Leben zu verdrängen. Nur wer sich erinnert, kann sich verabschieden.
Wir nehmen nicht nur in gemeinsamen Feiern Abschied, sondern jeden Tag, an dem wir mit der neuen Realität leben müssen. Gespräche, Ausflüge aber auch die eigene Einkehr helfen uns, Erinnerungen lebendig zu halten. Das Internet kann helfen, auch weit entfernte Trauernde oder Menschen mit einem ähnlichen Schicksal zusammen zu bringen.
Zu diesen aber auch zu ihren speziellen Fragen möchten wir bei unserem nächsten „Offenen Abend“ des Lebenszeit e.V. am 22. Mai mit Ihnen sprechen. Thema: „Abschied nehmen-ein gemeinsamer Weg“. Für diesen Abend konnten wir Herrn Oberarzt Stefan Müller / Klinikum Zschadrass als Referenten begeistern. Beginn ist 19:30 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte Leisnig Rosa Luxemburg Straße 6. Eintrittsfreie Veranstaltung. (Text Mathias Kretschmer Lebenszeit e.V.)